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Im Jahr 2017 wird der Reformation als einer Folge von Ereignissen mit weltgeschichtlicher Bedeutung gedacht. 

Mit „Symphonie pour David“ präsentiert Concerto Foscari einen spannenden Seitenweg, und folgt den Spuren des Genfer Psalters von den ersten calvinistischen Gemeinden in Straßburg und Genf durch Europa bis in das Osmanische Reich.

Jeder Künstler des achtköpfigen Solisten-Ensembles wird Einzeln wahrzunehmen sein, z.B. mit Solo-Diminutionen aus dem niederländischen Raum von Jan Pieterszoon Sweelinck (Orgel) und Jacob van Eyck (Blockflöte), sowie in der Übertragung der Psalmen durch ‘Alī Ufuḳī auf Oud und Ney.

Die farbenreiche Continuogruppe (Laute, Gambe, Dulcian, Truhenorgel und Harfe) symbolisiert den Reichtum des Genfer Psalters und verbindet die unterschiedlichen musikalischen Abschnitte auf eine besondere, phantasievolle Weise. 

Die verschiedenen Tradierungen des Genfer Psalters werden um ausgewählte Kompositionen von Samuel Scheidt und dem Jubilar Johann Rosenmüller  (geb. 1617) ergänzt. Zu hören sind Werke aus Scheidts „70 Symphonien auff Concerten-manir“ (Leipzig, 1644) und die „Paduanen, Alemanden, Couranten, Balletten und Sarabanden mit drei Stimmen und Basso pro Organo“ (Leipzig, 1645) von Rosenmüller – Kompositionen die unmittelbar im Umfeld des Dreißigjährigen Krieges entstanden.

"Symphonie pour David" wird durch das Musikvermittlungsformat "Gambes Lied" für Kinder zwischen drei bis acht Jahre ergänzt.