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In der Mitte des 17. Jahrhunderts entsteht ein in seiner Wirkungs- und Rezeptionsgeschichte einzigartiges Dokument zur jüdischen Mystik, das auf Texten jüdischer und christlicher Autoren basiert, die Kabbala Denudata. Das zweibändige Kompendium nimmt wesentlich Bezug auf den „Sohar" – Hebraisch: Glanz – das magnus opus der Kabbala. Der in Sulzbach ansässige Christian Knorr von Rosenroth ist der massgebliche Mentor das aufwendigen Editions- und Übersetzungsprojektes. Die kritische Auseinandersetzung mit den verschiedensten Interpretations- und Deutungsansätzen der Kabbala sowie deren Kommentierung durch große Namen wie Henry More, Frans van Helmont oder Isaak Luria, dem Begründer der neuzeitlichen Kabbala und Lichtmystik in Galiläa, lässt die Gelehrtenwelt Europas bis hin zu Leibniz aufhorchen.

Concerto Foscari spannt mit Werken von u. a. Matthew Locke, Enríquez de Valderrábano, Adam Jarzębski –  seiner Canzona Corona Aurea ist der Titel des Konzert entlehnt – ,  Samuel Scheidt sowie Kompositionen aus dem Bezugsrahmen der jüdischen Mystik in Safed (Galiläa) einen musikalischen Bogen zu den Herkunfts- und Wirkungsstätten der jüdischen und christlichen Autoren des Kompendiums.